Eine digitale Allianz für die Familien


Dass Familien die Zukunft für jede Stadt und Gemeinde darstellen, haben schon viele verstanden. Die Gemeinde Willstätt aus dem Badischen lässt dieser Erkenntnis nun Taten folgen und kooperiert mit dem Startup FAMIGO, das sich zum Ziel gesetzt hat, das Leben für Familien digital leichter zu machen.

Dass Familien die Zukunft für jede Stadt und Gemeinde darstellen, haben schon viele verstanden. Die Gemeinde Willstätt aus dem Badischen lässt dieser Erkenntnis nun Taten folgen und kooperiert mit dem Startup FAMIGO, das sich zum Ziel gesetzt hat, das Leben für Familien digital leichter zu machen.“Mit FAMIGO bekommen wir ein Werkzeug an die Hand, auf das wir im Grunde schon lange
gewartet haben, ohne es zu wissen”, sagt Marco Steffens, Bürgermeister von Willstätt. “Wir werden uns damit digital vollkommen neu aufstellen können, ohne alles neu machen zu müssen.” Willstätt ist eine von zwei Pilot-Kommunen, mit denen FAMIGO zusammenarbeitet, um seine Lösung zu entwickeln.

Familien-Marktstudie zeigt: Bedürfnisse von Familien zu Hause und im Urlaub ähnlich

Worin diese Lösung besteht, erklärt Gründer und Geschäftsführer von FAMIGO, Alexander Feldberger. “Unsere Studie, in welcher wir 1.174 Familien in Kooperation mit der Hochschule Heilbronn befragt haben, hat erstmalig gezeigt, wie wichtig nicht nur die passende Unterkunft, sondern vor allem die Wahl des richtigen Urlaubsorts für Familien ist” sagt er.

Bis heute fehlten häufig detaillierte lokale und regionale Informationen für einen unbeschwerten Urlaub mit Kindern beispielsweise über Spielplätze, über Wanderwege, die auch für Kinderwagen geeignet sind oder über besonders kinderfreundliche Gaststätten mit regionalen Speisen auf der Karte. “Hier setzt FAMIGO in Zusammenarbeit mit den örtlichen Kommunen, Vereinen und Verbänden, Handel und Gastronomie an und bietet als Erster umfassende Orts-Informationen für Familien an – für den Jahresurlaub, den Ausflug am Wochenende oder als Schlecht-Wetter-Programm.”

Spaziergänge spielten beispielsweise immer eine wichtige Rolle, egal ob im Urlaub oder zu Hause. Eine Spaziergang-Routen-Suchmaschine gäbe es aber nicht. “Um die Informationen zu finden, wo eine gute Strecke für einen Spaziergang mit Kinderwagen ist, muss man lange suchen”, erklärt Feldberger. FAMIGO will das ändern und diese Informationen für seine Partner-Städte bündeln.

Zwei Quellen für die Informationen

Dabei greift das Unternehmen hauptsächlich auf zwei Informationsquellen zurück. Zum einen ist das die bereits vorhandene Information, die auf verschiedenen Websites von Kommunen oder Interessengruppen wie Vereinen zur Verfügung steht. Auch online nicht sichtbare Inhalte von Privatpersonen zum Beispiel für eine Krabbelgruppe oder Baby-Yoga werden eingebunden. So wird FAMIGO auch für diese Anbieter zu einem digitalen Schaufenster. Zum anderen wird FAMIGO auf User Generated Content zurückgreifen und die Informationen von denen beziehen, die es am besten wissen: von den Familien.

Ich habe selbst zwei Kinder und konnte die Idee deshalb sofort nachvollziehen“, sagt Steffens. „Wir bekommen ja auch immer wieder Rückmeldungen aus der Verwaltung, von Vereinen, von Bürgern. Mal gibt es einen neuen Termin fürs Kinderturnen, mal ist ein Gerät auf dem Spielplatz kaputt.
Nur gab es bisher nie die Möglichkeit, diese Informationen für die Familien zu bündeln und zugänglich zu machen. Genau das erhoffen wir uns jetzt von FAMIGO.“
Als Bürgermeister ist er daran interessiert, seine Gemeinde für Familien noch attraktiver zu machen. Dabei spielt es keine Rolle, ob diese schon lange dort wohnen, neu hinzukommen oder nur im Urlaub da sind.

Informationen nach Bedarf und Interesse direkt auf das Smartphone

Die gebündelten Informationen will FAMIGO nicht nur online verfügbar und auffindbar machen. Sie sollen auch direkt zu den Nutzern aufs Smartphone gelangen
“Familien teilen uns das Alter ihrer Kinder mit und ihre Interessen”, sagt Feldberger. “Wir können ihnen dann die für sie interessanten Informationen zu Institutionen, Vereinen, Veranstaltungen und vielem mehr a la carte zur Verfügung stellen.” Jede Familie, so seine Vision, soll gemäß ihrer Wünsche und Bedürfnisse eine personalisierte Website der Stadt oder Kommune bekommen.
“Eine Familie mit einem achtjährigen Sohn braucht keine Informationen zur Krabbelgruppe”, sagt Feldberger. “Da muss es dann eher der Fußballverein oder das Ritter-Ferienprogramm auf der Burg sein.”
Gerade die Zusammenarbeit mit Steffens und seinen Mitarbeitern schätzt Feldberger ungemein. “Jeder Austausch mit ihnen ist eine Fundgrube für neue Ideen”, sagt er. Nur so könne FAMIGO das werden, was es werden soll: Ein digitales Werkzeug, dass es Städten und Kommunen ermöglicht, die Informationen für die Zielgruppe Familien gezielt auszuspielen und so die Attraktivität der Kommune für diese Zielgruppe zu erhöhen.
Ebenso angetan zeigt sich der Willstätter Bürgermeister begeistert von der Zusammenarbeit mit dem Start Up FAMIGO: „Ich bin begeistert von der Kreativität und der hohen Professionalität des ganzen FAMIGO Teams. Da ist richtig Leidenschaft dabei.“
Seit letzter Woche gehört FAMIGO zu den sechs Finalisten beim Ideenwettbewerb “Tourismus digital” des Ministeriums der Justiz und für Europa.

“Mit FAMIGO bekommen wir ein Werkzeug an die Hand, auf das wir im Grunde schon lange gewartet haben, ohne es zu wissen. Wir werden uns damit digital vollkommen neu aufstellen können, ohne alles neu machen zu müssen.”

Marco Steffens, Bürgermeister von Willstätt.